Geschichte

 

Steinach wurde erstmals urkundlich erwähnt

 

Erstmals wird Steinach erwähnt im Zusammenhang mit der Überführung des toten Abtes Otmar von der Insel Werd nach St.Gallen. Im Jahre 769 landeten elf Mönche "beim Einfluss der Steinach in den See", um den Leichnam Otmars auf dem Landweg ins Kloster St.Gallen zurückzuführen. Zu dieser Zeit befand sich in Steinach bereits ein Hof (villa steinaha), sowie ein Landeplatz für Schiffe. Diese erste geschichtliche Erwähnung der Ortschaft vor 1200 Jahren wurde 1969/70 mit einem Gedenkjahr und einem Jubiläumsfest gefeiert. Aus dem Jahr 782 stammt die erste urkundliche Erwähnung von Steinach im Zusammenhang mit der Schenkung von 7 Juchart Land in Steinach durch Dhanco und seine Gattin Svabin an das Kloster St.Gallen. Das Kloster St.Gallen erwarb sich in Steinach durch Schenkungen und Kauf viele Güter und Rechte. Aus einer Chronik geht hervor: "Um das Jahr 896 hatte man zu Steinach am See zwischen Rorschach und Arbon schon grössere Weingärten, von wo aus sich dieses Gewächs in der ganzen Gegend verbreitete".

 

Erbauung Steinerburg

 

Eine halbe Wegstunde oberhalb des Dorfes Steinach, hart am Rande einer steil abfallenden Schlucht, steht die trutzige Steinerburg. Der massive, aus Findlingen gemauerte Bau reicht mindestens in das Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Der Bau bestand aus einem Turm als Wohngeschoss, einem Graben und einer Zugbrücke. Zudem gehörten viele Weingärten, Äcker, Felder und Waldgebiete zur Steinerburg. Sie war Eigenbesitz der Edlen von Steinach. Heute ist die Steinerburg eine oft besuchte Ruine in attraktiver Umgebung.

 
Steinerburg Ruinezoom
 
 

Erbauung Gredhaus

 
 
Gredhauszoom

Das markanteste Gebäude in Steinach ist wohl das über 500 Jahre alte Gredhaus am See. Die Bauart lässt erkennen, dass dieses Haus bei seiner Entstehung eine sehr grosse Bedeutung gehabt haben muss. Das Gredhaus wurde als Lagerhaus für Kaufmannsware und Korn erbaut. Das Schifffahrtsrecht erwarb die Stadt St. Gallen. Ihre Absicht war Steinach als Hauptstapelplatz des st. gallischen Seeufers zu schaffen. So wurde am See das heute noch bestehende "Gredhaus" für Kaufmannsware und Korn, samt einem Wirtshaus gebaut. In dieser Zeit erlangte Steinach die grösste Bedeutung als Hafen- und Umschlagplatz.

 
 

Einführung Reformation

 

Im Jahre 1529 wurde auch in Steinach die Reformation eingeführt und durch die Anstellung eines reformierten Pfarrers bestätigt. Unter Abt Diethelm erfolgte aber bereits 1532 die Rückkehr zum alten Glauben.

 

Erbauung Waschhüsli

 

Das "Waschhüsli" dürfte 1669 erbaut worden sein, ungefähr gleichzeitig mit dem ehemaligen Bauernhaus. Die 50 Zentimeter dicken Mauern bestehen aus grossen, in Kalkmörtel gesetzten Bollensteinen und der Giebel aus einem kleinen Fachwerk. Im Innern war ein grosser Rauchabzug, und der in seiner ursprünglichen Form erhaltene Wasserablauf ist mit Steinen zusammengesetzt. Er führt direkt in den nun eingedeckten Mühlebach.

 
Waschhüslizoom
 
 

Erbauung der Pfarrkirche St. Jakobus

 
 
Jakobuskirchezoom

Als eine der bedeutendsten Steinacher Sehenswürdigkeiten gilt die Pfarrkirche St. Jakobus, als Barockbau nach den Plänen des Baumeisters und Architekten Jakob Grubenmann im Jahre 1743 erbaut. Ihr äusseres Erscheinungsbild ist zwar schlicht, dank ihrer Innenausstattung, besonders wegen des herrlichen Deckengemäldes vom Bodenseemaler Franz Ludwig Hörmann, denkmalpflegerisch sehr wertvoll.

Der alte Baugrund erwies sich als wenig stabil. Daher wurden 1500 Pfähle, gehauen aus dem Holz schwarzer Erlen, in den Boden gerammt. Darauf legte man einen Rost von Weisstannenholz, der ein sechs Fuss starkes Fundament trägt, und dieses wiederum eine ebenso hohe, mit Erdreich gefestigte Mauer. Auf dieser Unterlage wurde dann der Kirchenbau errichtet und trägt die Kirche heute noch.

Bereits in den 1760er Jahren hatten sich zahlreiche Schäden an der Kirche bemerkbar gemacht und im Jahre 1770 wurde dann der Baumeister Johann Ferdinand Beer beauftragt, die Schäden zu beheben.

Zum Vorteil gereichte dem Gebäude die Restaurierung von 1952-1953. Der Dachstuhl wurde statisch gesichert, was im Innern die störenden Zugstangen überflüssig machte. Die bereits vor 1825 eingebaute obere Empore im Westen des Schiffs wurde entfernt und auf der verbleibenden Empore bis 1955 eine neue Orgel errichtet.

Schliesslich erhielt das Kirchenäussere einen neuen Verputz. Am 15. November 1953 weihte der St. Galler Bischof Josephus Meile den Hoch- und Josephsaltar. Seit 1953 steht die Kirche unter Bundesschutz.

Eine weitere Innenerneuerung fand 1981 statt. Es wurde insbesondere Wert auf die Wiederherstellung der originalen Farbwerte von Raumhülle, Stuckaturen und Ausstattung gelegt. Im erneuerten Raum nahm der St. Galler Bischof Otmar Mäder am 20. September 1981 die Altarweihe vor.

 
 

Steinach macht sich selbständig

 

Im Jahre 1803 entstand der Kanton St. Gallen. Bei dessen Gründung bildeten Steinach, Tübach und Berg zusammen eine Gemeinde. 1833 machte sich Steinach selbständig.

 

Erbauung Käserei

 

Die von der Käsereigenossenschaft Obersteinach betriebene Käserei ist heute noch die einzige in der Gemeinde. Das Gebäude wurde 1890 erstellt und erfuhr 1963/64 einen Umbau, indem Verkaufslokalitäten und ein zweites Käsekessi eingebaut wurden.

 

Eröffnung Post- und Gemeindehaus

 

Am 4. Oktober 1969 ist in Steinach das neue Post- und Gemeindehaus bezogen worden. Die Vereinigung der Gemeindeverwaltung und der Post unter einem Dach, brach der Dorfbevölkerung aus naheliegenden Gründen grosse und sehr geschätzte Vorteile.

 
Gemeinde und Postzoom
 
 

Eröffnung Bootshafen

 
 
Bootshafenzoom

Der Steinacher Hafen wurde im Jahre 1978 erbaut.

185 Wasserplätze, ca. 15 Gastplätze und 70 Trockenplätze sind hier in einem Naherholungsgebiet von über 10'000 m2 sehr harmonisch und naturnah eingebettet.

Das Betriebsgebäude wurde 2001 renoviert und erweitert. Es verfügt über einen grosszügigen Clubraum, einen Hafenkiosk sowie über zeitgemässe sanitäre Anlagen.

Der Bootshafen bietet den Freizeitkapitänen von Steinach die Gelegenheit, den Wassersport als Hobby in nächster Nähe auszuüben.

Die Hafenanlage verlockt aber auch Nichtböötler zu spontanen, erholsamen Familienaufenthalten. Ein interessantes Kinder-Spielschiff in unmittelbarer Kiosk-Nähe, sowie diverse Sitzgelegenheiten bereichern hier das Leben am See.

Weitere Informationen über den Bootshafen finden Sie hier.

 
 

Eröffnung Gemeindesaal

 

Ein Meilenstein war mit der Eröffnung des Gemeindsaals im Frühling 1994 erreicht, ein Anlass, der in der Gemeindechronik besonders hervorzuheben ist. Das Gemeinschaftswerk, das die
Bevölkerung zur vielseitigen Verwendung übernehmen konnte, ist ein Ort familiärer Begegnung, kultureller Ereignisse und überregionaler Bedeutung.

Für mehr Infos zum Gemeindesaal klicken Sie hier.

 
Gemeindesaalzoom
 
 

Eröffnung Betreutes Wohnen Gartenhof

 
 
Gartenhofzoom

Das Betreute Wohnen Gartenhof hat als moderne Wohnform für Betagte mit 24 Zweizimmerwohnungen den Betrieb im April 2000 aufgenommen. Dieser hatte sich auf Grund des Hochwassers 1999 um rund ein halbes Jahr verzögert. Die Einweihung erfolgte am 19. August 2000. Die Baukosten beliefen sich auf rund 9,2 Mio. Franken. Mit einer Umnutzung einer Hauswartwohnung und eines Gästezimmers konnte das Angebot ab Mai 2008 auf 27 Wohnungen für Betagte ausgebaut werden. Auf Januar 2008 erfolgte im Gartenhof eine Konzeptänderung zu Gartenhof Plus. Seither gilt der Gartenhof als kantonal anerkanntes Pflegeheim.

Weitere Infos finden Sie unter "Betreutes Wohnen Gartenhof".

 
 

Eröffnung Sportanlage Bleiche

 

Die Sportanlage Bleiche konnte nach eineinhalb Jahren Bauzeit den Betrieb auf Beginn des Jahres 2004 aufnehmen. Die Rasenflächen waren ab Sommer 2004 benutzbar. Die Sportanlage Bleiche wurde vom 20. bis 22. August 2004 eingeweiht. Die Baukosten beliefen sich auf rund 4,8 Mio. Franken. Die Sportanlage, in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss, umfasst ein Betriebsgebäude, einen Kunstrasenplatz, ein Rasenspielfeld von 100 x 64 m, ein Rasenspielfeld für den Kinderfussball und weitere Rasentrainingsflächen.

Weitere Infos finden Sie unter Sportanlage Bleiche.

 
Sportanlage Bleichezoom
 
 

Bahnhaltestelle Steinach

 
 
Zug bei der Ausfahrt aus der Haltestelle Steinachzoom

Im Jahre 1986 veranlasste der Gemeinderat das Institut für Verkehrsplanung, Transporttechnik, Strassen- und Eisenbahn der ETH Zürich (IVT) mit einer Bedürfnisabklärung für eine SBB-Haltestelle in Steinach. Das IVT stellte im ihrem Bericht vom November 1987 als Schlussfolgerung fest, dass dank der ausgezeichneten Lage im Siedlungsgebiet eine Haltestelle zu empfehlen ist. Rund 20 Jahre später am Sonntag, 9. Dezember 2007 um 05.14 Uhr konnte der erste Zugshalt in Steinach gebührend gefeiert werden. Die offizielle Einweihung der SBB mit der Thurbo AG als Betreibergesellschaft der Bahnlinie sowie den Behörden erfolgte am 14. Februar 2008. Die Bahnhaltestelle mit einem Halbstundentakt in beide Richtungen entspricht einem echten Anliegen vieler Steinacher und bestätigt die Bedürfnisabklärungen im Jahre 1987. Der unmittelbare Anschluss an das Schienennetz im Dezember 2007 war für Steinach ein bedeutungsvoller und historischer Tag.

 
 
 
 
 

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