11. Juli 2012

Während einem ganzen Monat herrschte rund um das Bahnwärterhaus am Kirchweg Hochbetrieb.
Teils waren Handwerker an der Arbeit, doch mehrheitlich aber setzten sich die Pensionierten selbst für den Fortgang der Arbeiten ein.

Letzte Woche konnte, zeitlich übereinstimmend mit dem Arbeitsplan, mit den abschliessenden Umgebungsarbeiten begonnen werden. Das Bett für die Platten vorbereiten, Split und Steine besorgen und Plattenlegen waren, teils bei sommerlicher Hitze, die schweisstreibenden Arbeiten zum Abschluss der Renovationsarbeiten am Bahnwärterhaus.  

Umgebungsarbeiten
 

Klänge auf Knopfdruck
Während die Beteiligten noch an den letzten Details feilten und diese in den kommenden Tagen noch bereinigen, ging die Arbeit am Läutwerk für Sonja und Johann Gröbli in der Lokremise in Sulgen los. Das total zerlegte Werk wird derzeit technisch wieder instand gestellt. Die Mechanik des Läutwerkes konnte bereits in einen einsatzfähigen Zustand gebracht werden, sodass künftig auf Knopfdruck die altbekannten Klänge ertönen können. Die letzten Rostspuren sind entfernt und alle Einzelteile mit dem Grundierungsanstrich versehen.

Mit viel Hingabe restauriert
Ein Blick auf die Arbeiten in der Lokremise zeigt, dass Johann Gröbli auch bei der Aufarbeitung eines Läutwerks mit derselben Hingabe ans Werk geht, wie wenn er einer alten Dampflokomotive wieder neues Leben einhaucht. Defekte Schrauben werden abgefräst, neue Löcher gebohrt, neue Gewinde geschraubt, bis alles wieder so sitzt, wie es ursprünglich der Fall war. Nichts wird dem Zufall überlassen. Gleiches geschieht mit der Stromzufuhr zum Läutwerk, mit der das Glockensignal ausgelöst wird. Vor der Montage des Werkes wird Johann Gröbli auch diese Leitung vor Ort nochmals überprüfen.

Die Einheit ist wieder komplett
Nach der Montage des Läutwerks wird die Anlage bei der Barriere wieder komplett sein. Das Bahnwärterhaus, das Läutwerk und die Barriere haben in der Geschichte der Eisenbahn bis vor zirka zwei jahrzehnten eine Einheit gebildet,
gepaart mit menschlichem Einsatz und Zuverlässigkeit. Eine Situation, die auch Steinach und seine Einwohnerinnen und Einwohner geprägt hat. Die Klänge des Läutwerks als Signal für den herannahenden Zug und das Klingeln beim Schliessen der Barriere gehörten zum Alltag.

 
 
 

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