Alkoholprävention und Ergebnis der Testkäufe

14.08.2014

Testkäufe bezüglich Einhaltung der Jugendbestimmungen zu Akohol und Tabak zeigen verbesserungsbedarf.

JugendschutzKinder, Jugendliche und junge Erwachsene verbringen ihre Freizeit an unterschiedlichen Orten in Steinach und der Umgebung. Die Geselligkeit an diesen Treffs ist häufig auch mit dem Genuss von Alkohol verbunden. Dieser enthemmt die Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ermöglicht ihnen dadurch, leichter in Kontakt zu treten und das Zusammensein locker und stressfrei zu erleben. Allerdings sinken dabei die Frustationstoleranz und die Hemmschwelle. Die Alkoholindustrie fördert den Konsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gezielt. Sie entwickelt speziell für den Geschmack der jungen Generation unterschiedliche Drinks, die süss und süffig schmecken. Damit werden Jugendliche auf gefährliche Weise an den Alkohol herangeführt. Ihre oft natürliche Abneigung gegen harten Alkohol wird auf diese Weise umgangen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Jungen an den Alkohol gewöhnen und später auch harten Alkohol konsumieren, steigt dadurch beträchtlich an.


Konzept Alkoholprävention
Die Jugendkommission hat in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendarbeit Arbon im vergangenen Jahr ein Konzept zur Alkoholprävention in Steinach erarbeitet. Diesem Konzept hat der Gemeinderat im Dezember 2013 zugestimmt. Es sieht u.a. die Aufnahme einer Analyse durch Vornahme von Testkäufen in Steinach vor, die Sensibilisierung auf die Jugendschutzbestimmungen sowie den Erlass von Massnahmen bei Durchführung von Veranstaltungen (Preisauflagen für alkoholfreie Getränke, Verkaufsschulung, Eintrittskontrollen mit Bändersystem nach Alter, Betrieb einer alkoholfreien Bar, usw.).

Ergebnis der Monitoring-Testkäufe

Im April 2014 hat das Blaue Kreuz zusammen mit dem Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen und im Auftrage des Gemeinderates in Steinach Testkäufe vorgenommen. Bei fünf getesteten Verkaufsstellen mussten sieben Verstösse (5-mal wegen Alkoholverkauf und 2-mal wegen Tabakverkauf) gegen die geltenden Jugendschutzbestimmungen festgestellt werden. Vier Verkaufsstellen waren geschlossen und konnten nicht kontrolliert werden. Die Testkäufe zeigten, dass das Verkaufs- und Servicepersonal einige Unsicherheiten bezüglich der Altersgrenze beim Verkauf von alkoholischen Getränken an Kinder und Jugendliche zeigte. Es wurde zum Teil weder nach dem Alter der jugendlichen Testperson gefragt noch ein Ausweis verlangt. Besonders bedenklich war, dass in zwei Fällen alkoholische Getränke verkauft wurden, obwohl der Verkaufsperson das Alter der Testperson bekannt war. Die Ergebnisse der Testkäufe zeigen, dass weitere Alkoholpräventionsmassnahmen notwendig sind. Der Gemeinderat wird zusammen mit der Jugendkommission das persönliche Gespräch mit den Verkaufsstellen suchen und aufzeigen, dass die Sensibilisierung der Verkaufsstellen auf die Einhaltung Jugendschutzbestimmungen unerlässlich ist.

Gemeinderat Steinach

 
 
 

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